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Windows 95 in 2021 - Anleitung zur Installation und Einrichtung

Zuletzt geändert: 25.11.2021 von creopard - Tags: , ,

Egal ob man einen echten Retro-PC oder eine virtuelle Maschine (VM) mit einer alten Version von Windows aufsetzen möchte, oft stellt sich die Frage - welche Version nehme ich?
Viele Enthusiasten bevorzugen für ältere (Spiel-) Systeme gerne das schlankere Windows 95, da sie AGP, USB und den ganzen "neueren Schnickschnack" nicht benötigen...

Somit soll es in diesem Beitrag um die Vorzüge und Fallstricke der verschiedenen Versionen von Windows 95 gehen.

Welche Version von Windows 95 nimmt man am besten und wie installiert man sie auch auf etwas schnellerer Hardware als einen 486er.


1. Vorbereitende Maßnahmen

1.1 Möchte man Windows 95 oder Windows 98 (SE) einsetzen?

Warum Windows 95 und nicht Windows 98 (SE) verwenden?

Windows 95 stellt Microsofts urspünglichste Vision eines Desktop-Betriebssystems dar: schlank, minimalistisch, übersichtlich und keine tiefe Integration des Internet Explorers in die Windows-Oberfläche. Viele bevorzugen die schnellere und weniger aufgeblähte Shell, ohne die enge Bindung an den Internet Explorer und dessen Sicherheitslücken. Außerdem gibt es einige Anwendungen, Spiele und Hardware, die mit Windows 95 wirklich besser funktionieren als mit den späteren Versionen von Windows.

Warum Windows 98 (SE) und nicht Windows 95 verwenden?

Um es vorweg zu nehmen: Windows 98SE und spätere Versionen unterstützen neuere Hardware und laufen besser auf Pentium 4- oder AthlonXP- und neueren Systemen und Chipsätzen. Größere Festplatten und Datenträger können leichter verwendet, mehr Arbeitsspeicher leichter genutzt und verschiedenste USB- und Peripheriegeräten eingesetzt werden. Die letzten lauffähigen Softwareprodukte setzen in vielen Fällen Windows 98 (statt Windows 95) voraus.

1.2 Gibt es bestimmte Hardware-Einschränkungen?

Prozessor
Wenn man eine CPU der AMD K6-2- oder K6-III-Serie besitzt, die mit 350 MHz oder mehr läuft, kann man die Betriebssysteminstallation von Windows 95 möglicherweise nicht abschließen, ohne einige Kerndateien nach dem ersten Neustart zu aktualisieren (oder alternativ die CPU herunterzutakten, bis man den offiziellen Patch von Microsoft einspielt oder das später in dieser Anleitung beschriebene inoffizielle Service Pack installiert). Interessanterweise schien dieses Problem mit einer viel schnelleren 1 GHz Pentium III CPU nicht aufzutreten. In der ursprünglichen Fehlerbeschreibung weist Microsoft lediglich darauf hin, dass der Patch eine "prozessorfrequenzabhängige Software-Timing-Schleife" behebt. Es gibt noch ein weiteres Problem, das bei CPUs mit mehr als 2 GHz auftritt, aber auch dieses Problem wurde von Microsoft behoben (durch ein unabhängiges Update) und auch durch spätere inoffizielle Patches.

Systemspeicher
Obwohl einige kompatible Motherboard-Chipsätze 512 MB, 768 MB oder sogar 1 GB Arbeitsspeicher unterstützen, ist man im Allgemeinen gut beraten, sich an einen Wert zwischen 64 MB und 256 MB zu halten. Dies ist zwar keine feste Grenze, aber die meisten Spiele und Anwendungen aus der Windows 95-Ära hätten ohnehin nicht mehr benötigt. Mit Windows 95 ausgelieferte Systeme waren in der Regel mit 16-32 MB RAM ausgestattet - 64 MB galten als purer Luxus und 128-256 MB war eine unverschämte Menge an RAM. Daher wird empfohlen, die Basiseinstellungen für Dateien/Cache/Puffer entsprechend zu ändern, um sie effizienter zu nutzen.

Festplatten und Dateisysteme
Windows 95 bis zum ersten OSR (4.00.950 A) unterstützt nur FAT12/FAT16-Dateisysteme und damit Festplatten- und Datenträgergrößen bis zu 2 GB (oder 4 GB bei einer größeren Clustergröße). OSR 2 (4.00.950-4.00.1212 B) und spätere Versionen unterstützen auch FAT32, aber die enthaltenen Dienstprogramme wie FDISK und Scandisk unterstützen nur Datenträgergrößen bis zu 32 GB anstelle des theoretischen Maximums von FAT32. Als Vorsichtsmaßnahme wird empfohlen, Festplatten zu verwenden bzw. Datenträger so zu formatieren, dass sie diese Grenze überschreiten.

CD-/DVD-Laufwerke
Fast alle CD- und DVD-ROM-Laufwerke werden problemlos unterstützt. Allerdings hat Windows 95 weder eine eingebaute Unterstützung für CD-/DVD-Brenner noch das UDF-Dateisystem, das zum Lesen von DVDs erforderlich ist, wenn man keine externe Patches bzw. Dienstprogramme/Treiber einsetzen möchte. Ein DVD-Laufwerk (ohne UDF-Treiber) kann dennoch zum Lesen normaler CDs verwendet werden.

USB-Geräte und Peripheriegeräte
Es ist möglich, USB-Datenträger und Festplatten mit Windows 95 OSR 2 und höher zu verwenden, wenn das "eXtended USB Supplement" installiert ist. Die meisten anderen USB-Geräte und Peripheriegeräte werden nicht unterstützt. Windows 95 funktioniert wahrscheinlich auch nur mit USB 1.0- und 1.1-kompatiblen Controllern mit einer Geschwindigkeit bis 11 Mbit/s. USB 2.0 und höher wird nicht unterstützt.

Video und Ton
Es gibt eine Vielzahl von Grafik- und Soundkarten mit Windows 95-Treibern, jedoch ist die letzte unterstützte Version von DirectX Version 8.0a. Das bedeutet, dass einige der neueren Grafikkarten, die über Treiber für Windows 95 verfügen, nicht in der Lage sein werden ihre fortschrittlichsten 3D-Rendering-Funktionen zu nutzen. Realistisch betrachtet, benötigen die meisten Spiele, die solche Funktionen nutzen, wahrscheinlich auch Windows 98 oder höher.

1.3 OK überzeugt, aber welche Version von Windows 95 ist die Richtige für mich?

Windows 95 hatte eine lange Lebensdauer und mehrere Versionen, für welche sollte man sich also entscheiden?

Folgende Varianten stehen zur Verfügung:

  • Windows 95 (4.00.950) / RTM
    Die ursprüngliche Einzelhandelsversion von Windows 95. Diese Version war sowohl auf Diskette als auch auf CD erhältlich.

  • Windows 95 (4.00.950 A) / OSR 1 - OEM Service Release 1.0: Version 4.00.951
    Das erste OEM Service Release (OSR), wie die Einzelhandelsversion, enthält aber Microsofts eigenes Service Pack für Windows 95.

  • Windows 95 (4.00.950 B) / OSR 2 - OEM Service Release 2.0: Version 4.00.1111
    Diese Version enthält alle vorherigen Updates, führt erweiterte Hardware-Unterstützung (einschließlich AGP und USB) und FAT32 ein und bündelt außerdem den Internet Explorer 3, ohne die Möglichkeit, ihn während des Setups abzuwählen.

  • Windows 95 (4.00.950 B) / OSR 2.1 - OEM Service Release 2.1: Version 4.00.1111 (4.03.1214 wenn das USB-Supplemental installiert wurde)
    Auf der CD sind nachträglich zu installierenden Dateien für die USB-Unterstützung zu finden

  • Windows 95 (4.00.950 C) / OSR 2.5 - OEM Service Release 2.5: Version 4.03.1216 (wenn das USB-Supplemental installiert wurde)
    Im Grunde wie OSR 2.1, aber mit ein paar mehr gebündelten Updates (z.B.: behobener Io.Sys-Fehler), Internet Explorer 4 und seinem Desktop-Update als "Option" der dritten Installationsstufe

Die OSR Versionen von Windows 95 waren nie im Einzelhandel erhältlich, sondern wurden nur direkt bei neuen PCs mitgeliefert. Die OSR 2 und spätere Versionen sind an dem Text "mit USB-Unterstützung" unterhalb des Titels auf der CD zu erkennen. Im Allgemeinen werden die B-Versionen von Windows 95 OSR 2.x empfohlen, da sie die beste Hardware-Unterstützung bieten und sich in Tests als besonders stabil erwiesen haben. OSR 2.5 (Version C) kommt als gute zweite Version, ist aber eigentlich nur OSR 2 mit einer Menge an unnötigem Ballast (z.B. Internet Explorer 4). Es kann durchaus verwendet werden, aber man muss ein paar zusätzliche Hürden überwinden, um eine saubere Installation (ohne IE) zu erhalten. Version A oder die ursprüngliche Version funktionieren nur für Hardware am unteren Ende der Hardwareanforderungen und können viele der Tipps und Tricks in dieser Anleitung nicht nutzen.

2. Installation

2.1 Was wird benötigt?

Eine Auslistung der benötigten Tools, um die Anweisungen in dieser Anleitung befolgen zu können:

 

2.2 Kopieren aller Dateien aufs Zielsystem

2.2.1 Extrahieren von Treiberarchiven

Es wird empfohlen, alle heruntergeladenen Treiberpakete zu extrahieren, um die späteren Phasen der Installation zu erleichtern. Es gilt dabei zu beachten, dass einige Treiber mit Installationsprogrammen (setup.exe) geliefert werden, während andere nur Setup-Informationsdateien (.inf) zusammen mit Bibliotheken und Support-Dateien enthalten.


2.2.2 Alle Installationsdateien vorab auf die Festplatte kopieren

Die Windows-Setup Dateien, die Gerätetreiber und die heruntergeladenen Updates sollten idealerweise direkt auf die Festplatte des Zielsystems kopiert werden. Ansonsten könnte es bei der Installation von Windows 95 B/C zum "verschwundenen CD-Laufwerk während des zweiten Installationsschritts" kommen!

Sollte es sich bei dem Zielsystem um einen Prozessor von AMD mit mehr als 350 Mhz oder einer CPU mit mehr als 2,1 Ghz handeln, muss die CPU vor der Installation zur Verlangsamung entweder heruntergetaktet (bzw. der L1/L2 Cache deaktiviert) werden oder man integriert VOR der Installation das Windows 95 Prozessor Update (FIX95CPU) direkt in die Installationsdateien.

In Abschnitt 4 (Wichtige Dienstprogramme) dieser Anleitung stehen einige weitere sinnvolle Tools zur Verfügung. Alle Dateinamen, die länger als acht + drei Zeichen sind werden allerdings unter DOS abgeschnitten, es sei denn, die eingesetzte Boot-Diskette und die enthaltenen Dienstprogramme unterstützen lange Dateinamen!

2.3 Setup durchführen

Nachdem das System mit einer Bootdiskette gebootet wurde, empfiehlt es sich, das Setup wie eben beschrieben NICHT von CD zu starten, sondern die Dateien von der CD auf die Festplatte (z.B.: in ein neues Verzeichnis "WIN95") zu kopieren und das Setup von dort zu starten. Windows wird anschließend versuchen Scandisk auszuführen, um die Integrität des Dateisystems zu überprüfen. Falls dies nicht gelingt, kann das Setup allerdings trotzdem ausgeführt werden.

win95a_7

Windows kann auch in ein anderes Verzeichnis als das vorgeschlagene "C:\Windows" installiert werden, allerdings sollte dieses Verzeichnis für die größtmögliche Kompatibilität unbedingt beibehalten werden.

Nach der Festlegung eines Benutzers und der Eingabe des Produktschlüssels läuft die Installation nahezu von alleine durch.

Falls eine Netzwerkkarte und/oder Soundkarte im System vorhanden ist, sollten die Haken während der Installation angewählt werden, so dass Windows 95 die Geräteerkennung dafür automatisch durchführt.

Nach einigen Neustarts landet man schließlich auf einem relativ leeren grünlichen Desktop.

3. Schritte nach der erfolgreichen Installation

3.1 Installation der Motherboard- & Chipsatztreiber

3.1.1 Allgemeine Chipsatz-Unterstützungspakete

Falls dem Motherboard eine Diskette oder CD mit den benötigten Treibern beilag, setzt man am besten diese ein. Falls man keine Treiber zur Verfügung hat, anbei eine kleine Auflistung der gängigsten generischen Treiber direkt von den Chipsatzherstellern. Intel und VIA bieten All-in-One-Pakete an. Bei Mainboards mit Chipsätzen von SiS und ALi muss vorab geprüft werden, welches Treiberpaket am besten für den Chipsatz geeignet ist, da diese unterschiedlich sind.

Intel® Chipset-Software-Installationsprogramme (z.B.: 3.20.1008)
VIA 4in1 (4in1435v.zip)
ALi / Acer Laboratories (verschiedene Motherboard-Komponententreiber)
SiS / Silicon Integrated Systems (verschiedene Treiber für Motherboard-Komponenten)

3.1.2 Installation

Motherboard- & Chipsatztreiber sind ab der ersten Generation der Pentium-Hardware nützlich, möglicherweise sogar noch früher. In den meisten Fällen werden im Geräte-Manager mehrere unbekannte Geräte oder Geräteeinträge mit Ausrufezeichen in der Auflistung erscheinen, weil sie nicht richtig konfiguriert oder nicht voll funktionsfähig sind. Das ist völlig normal.

Nachdem die entsprechenden Treiberpakete installiert wurden, muss das System neu gestartet werden.

Nach dem Neustart wird Windows einige neue Geräte erkennen, deren Installation man einfach mit "Weiter" bestätigen kann.

3.2 DMA für schnelleren Festplattenzugriff aktivieren

Nachdem die Motherboard- & Chipsatztreiber oder gegebenenfalls ein eigener IDE-Controller-Treiber installiert wurde, sollte unbedingt im Gerätemanager der Haken bei DMA (Direct Memory Access-Modus) für jeden Eintrag vom Typ "GENERIC IDE DISK" gesetzt werden. Dadurch werden die Wartezeiten erheblich verkürzt, da die Geräte die Daten direkt in den Arbeitsspeicher übertragen können, ohne dass die CPU als Vermittler fungieren muss. Nach dem Setzen den Eintrags muss neu gestartet werden.

3.3 Netzwerkkonfiguration

Die Installation von Netzwerkkomponenten ist eine Voraussetzung für die Installation des inoffiziellen Service Packs, da viele Netzwerkkomponenten während der Installation aktualisiert werden. Zunächst müssen die Treiber für Ihren Netzwerk-Controller installiert werden. Wenn Windows die Netzwerk-Hardware während des Setups erkannt hat, kann man mit 3.3.2 weitermachen.

3.3.1 Netzwerk Treiberinstallation
  • Öffnen Sie den Geräte-Manager und suchen Sie Ihren Netzwerk-Controller in der Liste der unbekannten Geräte. Doppelklicken Sie auf das Gerät.
  • Wählen Sie in den Geräteeigenschaften die Registerkarte "Treiber" und klicken Sie auf die Schaltfläche "Treiber aktualisieren...".
  • Erlauben Sie Windows, nach den Treibern zu suchen, und klicken Sie auf "Weiter", um fortzufahren. Wenn Sie eine Diskette mit Treibern haben, sollten Sie diese jetzt einlegen.
  • Windows wird die Treibersuche höchstwahrscheinlich abbrechen, auch wenn Sie eine gültige Treiberdiskette eingelegt haben. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Andere Speicherorte..." und geben Sie entweder den Verzeichnispfad in das dafür vorgesehene Feld ein oder suchen Sie nach dem Ordner, der den Treiber für Ihr Gerät enthält.
  • Wurde der Treiber gefunden, wird Windows im nächsten Schritt das Gerät korrekt benennen. Klicken Sie einfach auf "Fertig stellen", um die Treiber tatsächlich zu installieren.
  • Höchstwahrscheinlich wird Windows die Installation unterbrechen und Ihnen mitteilen, dass es die erforderlichen Treiberdateien nicht finden kann.
    Windows neigt dazu, nicht immer im erwarteten Verzeichnis nach Treiberdateien zu suchen. Geben Sie einfach denselben Verzeichnispfad erneut ein oder suchen Sie erneut nach demselben Verzeichnis wie im vorherigen Schritt und klicken Sie auf "OK", damit Windows das Kopieren der Dateien fortsetzt. Windows kann Sie auch auffordern, Ihre Windows 95-Installations-CD zu suchen, um einige Dateien zu kopieren. Verwenden Sie die gleiche Methode wie oben, um das Setup auf den Windows-Setup-Ordner zu verweisen.
3.3.2 Netzwerkkonfiguration

Nachdem die Treiberinstallation abgeschlossen ist, muss ein Netzwerkname und eine Arbeitsgruppe für den Computer angegeben werden. Ein Netzwerkname sollte eindeutig sein und wenn man mehr als ein System mit Windows 95 oder Windows 98 im lokalen Netzwerk hat, sollten alle dieselbe Arbeitsgruppe verwenden, um die gemeinsame Nutzung von Dateien und Druckern zu erleichtern.

Windows 95 installiert den TCP/IP-Stack nicht standardmäßig, weshalb er manuell hinzufgefügt werden muss. Dazu auf die Schaltfläche "Hinzufügen" klicken, aus der Liste der hinzuzufügenden Elemente die Option "Protokoll", darin das Protokoll TCP/IP von Microsoft auswählen und abschließend mit "OK" bestätigen. Nachdem das TCP/IP hinzugefügt wurde, können die Optionen "NetBEUI-Protokoll" und "Client für NetWare-Netzwerke" aus der Liste entfernen werden. Es empfiehlt sich, das IPX-Protokoll beizubehalten, da viele ältere Spiele es für LAN-Spiele voraussetzen.
Die Datei- und Druckerfreigabe kann ebenfalls aktiviert werden, indem man auf "Datei- und Druckerfreigabe" klickt und die erforderlichen Optionen aktiviert. Dadurch werden Freigaben (SMB1) im lokalen Netzwerk sichtbar.
Man kann entweder "Windows Anmeldung" als primäre Netzwerk-Anmeldeoption verwenden, um einen unnötigen Anmeldebildschirm beim Start zu vermeiden oder "Client für Microsoft Netzwerke" als primäre Netzwerk-Anmeldeoption verwenden, um sich mit Benutzername + Passwort anzumelden. Die Benutzername/Passwortkombination dient lediglich dazu, auf anderen Rechner im Netzwerk sich mit eben dieser Kennung auf Freigaben mit der gleichen Kombination von Benutzername + Passwort zugreifen zu können.

Hat man sich für "Windows Anmeldung" entschieden, wird nach dem Neustart wird ein Anmeldedialog mit Optionen für Benutzernamen und Kennwort angezeigt. Da diese Funktion absolut keine Auswirkungen auf die Sicherheit hat und keine echte Mehrbenutzerumgebung bietet, kann man diese Funktion auch endgültig deaktivieren. Dazu einfach einen Benutzernamen eingeben, das Kennwortfeld leer lassen und klicken Sie auf "OK" klicken. Wenn man von Windows aufgefordert wird, das Kennwort erneut einzugeben, beide Felder leer lassen. Danach wird von Windows dieses Dialogfeld nicht mehr angezeigt und meldet sich automatisch als der hier angegebene Benutzer an.

3.4 Inoffizielles Windows 95 OSR 2 Service Pack installieren

Das inoffizielle Service Pack für Windows 95 OSR2 ist ein Roll-Up, das alle wichtigen Updates und Korrekturen enthält, die Microsoft jemals veröffentlicht hat. Optionale Add-ons, Dienstprogramme, Treiber und Tweaks runden das Paket ab.

Mehr Infomationen zum inoffiziellen Windows 95 OSR Service Pack.

3.5 DirectX installieren

3.5.1 Häufig gestelle Fragen zu DirectX

Spielt es eine Rolle, wann DirectX installiert wird?
Während DirectX 7.0a und ältere Versionen vor der Installation des inoffiziellen Service Packs installiert werden können, benötigt DirectX 8 DCOM, das vor der Installation des Service Packs nicht vorhanden ist.

DirectX selbst muss vor der Installation von Sound- oder Grafikkartentreibern installiert werden, da die Installation einiger Treiber ebenfalls fehlschlägt, wenn DirectX nicht bereits vorhanden ist.

Warum sollte man etwas anderes als das neueste DirectX installieren?
Eine neuere Version von DirectX ist normalerweise einer älteren Version vorzuziehen. Allerdings ist ein Großteil der Hardware aus der Windows 95-Ära zwar mit der neuesten Version von DirectX kompatibel, aber möglicherweise nicht dafür optimiert worden. Die Umstellung von DirectX 7.0a auf 8.0a kann in einigen Fällen zu Tonaussetzern oder niedrigeren Frameraten beim Spielen führen, je nach Sound- oder Grafikkarte und Treiber. Im Allgemeinen macht man bei älterer Hardware bessere Erfahrungen mit DirectX 7.0a, aber vor allem Spiele und Grafikkarten ab 2001 benötigen (und funktionieren wahrscheinlich besser mit) DirectX 8.0.

Muss man DirectX Media installieren?
Für einige Spiele ist es erforderlich und wird in der Regel ausdrücklich angegeben, aber in den meisten Fällen ist es nicht notwendig. DirectX 8.0 enthält die Medienkomponenten, so dass DirectX Media nur dann separat installieren werden muss, wenn DirectX 7.0a oder älter verwendet wird.

3.5.2 Installationsdateien

DirectX 7.0a (deutsch)
DirectX 8.0a (deutsch)
DirectX Media Runtime 6.0 (englisch)

3.6 weitere Treiber installieren

3.6.1 Installieren Sie die Treiber für Ihre Grafikkarte und Soundkarte

Mittlerweile sollte man an einem Punkt angelangt sein, an dem nur noch die Gerätetreiber für die Grafikkarte, die Soundkarte und vielleicht den USB-Controller fehlen.

Die Installation von Gerätetreibern für Hardware unterscheidet sich nicht wesentlich von der Installation der Netzwerkkartentreiber in Abschnitt 3.3.2. Dazu öffnet man einfach die Geräteeigenschaften für jede Karte im Gerätemanager, navigiert zur Registerkarte Treiber und verweist Windows auf das Verzeichnis mit den Treiberdateien, die man zuvor für die Einrichtung vorbereitet hat. Das Setup für eine Grafikkarte unterscheidet sich insofern leicht, als sie wahrscheinlich nicht als nicht erkanntes Gerät, sondern als Standard-VGA-Adapter im Abschnitt Anzeigeadapter des Gerätemanagers angezeigt wird. Einige Treiber (z.B. von Nvidia oder ATi) werden mit einem Setup-Assistenten (oft setup.exe) geliefert, der nicht nur das Gerät konfiguriert, sondern auch Tools oder Anwendungen installiert, die mit der Karte mitgeliefert werden. Manchmal sind diese notwendig, manchmal sind sie völlig optional.

3.6.2 Installation des ggf. vorhandenen USB-Controllers um USB-Massenspeicher zu nutzen

Die USB-Geräte kann man einfach entfernen wie in der Anleitung des XUSBSUPP-Autors beschrieben (siehe Link oben). Dies führt dazu, dass Windows automatisch Treiber für sie installiert, wenn sie beim Neustart wiedergefunden werden. Ein einfacher Klick auf die Schaltfläche "Treiber aktualisieren..." auf der Registerkarte "Treiber" für die USB-Geräte bewirkt das Gleiche.

Um zu prüfen, ob die Installation erfolgreich war, steckt man nach dem Neustart einen USB-Stick in einen der vorhandenen USB-Anschlüsse und der Assistent für die Installation eines neuen Geräts erscheint. Es werden keine separaten Treiberdateien für das Medium benötigt, da die Massenspeichertreiber bereits im XUSBSUPP-Paket enthalten sind. Einfach den Installationsassistenten ausführen und Windows findet die Treiber automatisch. Nach Abschluss der Installation sollte der USB-Stick als neues Laufwerk mit einem eigenen Laufwerksbuchstaben unter Arbeitsplatz angezeigt werden und in der unteren rechten Ecke des Bildschirms sollte ein kleines Tray-Symbol erscheinen. Wenn man mit der rechten Maustaste auf das Tray-Symbol klickt, wird ein Menü angezeigt über das man das Gerät sicher "auswerfen" kann, bevor man es tatsächlich absteckt
.
Nebenbei bemerkt verbraucht der Hintergrundprozess für das Tray Utility (hotplug.exe) einige Ressourcen und Taktzyklen. Wenn man also die USB-Ports nicht täglich benutzt, kann man ihn im Systemkonfigurationsprogramm vorübergehend deaktivieren:
Dazu den Punkt 'Ausführen...' aus dem Start-Menü wählen, "msconfig" in das Befehlsfeld eingeben und [enter] drücken. In der Registerkarte "Start" im Systemkonfigurationsprogramm auswählen und "hotplug.exe" in der Liste der zu startenden Elemente deaktivieren und mit 'OK' bestätigen. Um die Wiederherstellung für eine einfachere Verwendung von USB-Speichersticks zu ermöglichen, den letzten Schritt einfach in umgekehrter Reihenfolge ausführen.

4. Nützliche Tools und Programme

Rain 1.0 von Leading WinTech

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DOS und Windows 95 haben nicht die Möglichkeit, die CPU in Ruhezyklen zu versetzen, wenn sie nicht benutzt wird. Infolgedessen läuft die CPU ständig auf Hochtouren. Rain behebt dieses Problem. Es läuft im Hintergrund und kühlt die CPU ab, indem sie den HLT-Befehl an die CPU sendet. Es reduziert damit die Hitze und die Leistungsaufnahme. Negativen Auswirkungen auf die Leistung hat das nicht. Mehrere Voreinstellungen sind für die CPU-Optimierung verfügbar.


PS2Rate 0.5 by UDP Soft Ltd.

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Mit diesem Programm kann man die Abfragerate der PS/2-Maus erhöhen, so dass die Cursorbewegungen flüssiger werden. Besonders gut für 3D-Spiele geeignet!


Nero DriveSpeed 1.60 von Erik Deppe

[Homepage/Archiv-Link]
[Download]

Wenn man ein neueres CD-Laufwerk mit einer Geschwindigkeit von 24x oder mehr zur Verfügung hat, wird man sicherlich bemerkt haben, dass dieses beim Lesen von CDs ziemlich viel Lärm und Vibrationen erzeugt. Es gibt immer noch ein paar Spiele, die nicht gepatcht werden können, um ohne die CD im Laufwerk zu laufen. Glücklicherweise benötigen die meisten Spiele der Win9x-Ära nur eine Geschwindigkeit von 4-8x und die meisten Laufwerke lesen CDs mit dieser Geschwindigkeit, wenn sie mit diesem Programm dazu gezwungen werden.


HWiNFO 6.24 von Martin Malík

[Homepage/Archiv-Link]
[Download]

HWiNFO ist ein nützliches Werkzeug zum Sammeln von Informationen über die eingesetzte Hardware und Sensoren. Die letzte Version, die noch unter Windows 95 funktioniert, ist die Version 6.42.

 




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